Die Weser

Der Fluß - Die Hydrologie der Weser

Die Weser ist ein Unikum. Sie erhält ihren Namen untypischerweise nicht an der Quelle, sondern erst am Zusammenfluß von Werra und Fulda in Hann. Münden - dem Ort, an dem der vermeintliche Kuß von Werra und Fulda den Fluß Weser entstehen lassen soll.

Dies ist eine liebenswürdige Legende - mehr nicht: Weser und Werra sind Flüsse mit identischem Namensursprung. Weil die Werra früher bis Hann. Münden auch Wisura genannt wurde, ist sie tatsächlich der Quellfluß der Weser.

Dieser Name geht zurück auf den althochdeutschen Namen Wisur/Wisura. Mit der Endung "aha" bedeutete "Wisuraha" schiffbarer Fluß. So grenzte man damals den schiffbaren Teil von dem nichtschiffbaren Teil eines Flußlaufes ab.


Werra

Die Werra - und damit letztlich die Weser - entspringt im südlichen Thüringer Wald bei Fehrenbach am Rennsteig und ist ca. 298 km lang. Das oberirdische Wassereinzugsgebiet umfaßt am Zusammenfluß von Werra und Fulda in Hann. Münden ca. 5496 qkm.

Der mittlere Wasserabfluß der Werra beträgt rund 50 cbm pro Sekunde. In Niedrigwasserzeiten wird nur eine Wasserführung von ca. 12 cbm pro Sekunde erreicht, während bei Hochwasser der Wasserabfluß bis zu 115 cbm pro Sekunde erreichen kann.


Fulda

Die Fulda-Quelle ist in der Rhön auf der Wasserkuppe zu finden, durchfließt das hessische Bergland in einer weiten Talsenke und erreicht eine Länge von ca. 218 km. Das oberirdische Wassereinzugsgebiet umfaßt ca. 6945 qkm. Die mittlere Wasserführung beträgt ca. 58 cbm pro Sekunde. Die Eder, die aus dem Rothaargebirge kommt, ist mit einer Länge von 177 km ein bedeutender Nebenfluß der Fulda.


Wesereinzugsgebiet

Die Weser ist der längste deutsche Fluß, der ausschließlich nur durch Deutschland fließt. Wenn sie in die Nordsee bei Bremerhaven mündet, liegen ca. 432 km Lauflänge hinter ihr, die Werra-Kilometer mitgerechnet sogar 730 km.

Das Wassereinzugsgebiet der Weser umfaßt eine Fläche von ca. 46.306 qkm, davon ca. 12.440 qkm Werra und Fulda. Im Vergleich betrachtet, hat es etwa die Größe der Schweiz oder Dänemarks.

Vom gesamten wasserwirtschaftlichen Einzugsgebiet der Weser entfallen auf die Bundesländer

Niedersachsen 26.729 qkm    57,7 %
Hessen 8.969 qkm 19,4 %
Nordrhein-Westfalen    4.963 qkm 10,7 %
Thüringen 4.490 qkm 9,7 %
Sachsen-Anhalt 710 qkm 1,5 %
Bremen 397 qkm 0,9 %
Bayern 48 qkm 0,1 %
     

Die Oberweser

Als Oberweser wird der Fluß in seinem Oberlauf von Hann. Münden bis zur Porta Westfalica bei Minden ( 205km ) bezeichnet. Das oberirdische Einzugsgebiet der Oberweser umfaßt ca. 19162qkm. Die waldreiche Landschaft der Mittelgebirgszüge Reinhardswald, Bramwald, Solling, Vogler, Weser- und Wiehengebirge kennzeichnen das Weserbergland. Zwischen den bis zu 300m hohen Bergzügen hat sich die Oberweser ihr Flußbett gegraben. Wo sie auf weichere Gesteinsschichten trifft, hat sie über Jahrtausende die bergige Landschaft abgetragen und Flußniederungen geschaffen. An der Porta Westfalica, der weithin sichtbaren Pforte zwischen Weser- und Wiehengebirge, tritt die Weser in das Norddeutsche Tiefland ein und erhält nunmehr die Bezeichnung Mittelweser.

Die Oberweser ist ein typischer Mittelgebirgsfluß und hat starke Schwankungen in der Wasserführung. Im Winterhalbjahr kommt es hier zu starken Hochwassern, im Sommer dagegen herrscht oft extremes Niedrigwasser. Für den Pegel Porta Westfalica beträgt

  • die mittlere Wasserführung rund 180 cbm/sek.
  • die niedrigste Wasserführung rund 63 cbm/sek.
  • die höchste Wasserführung rund 830 cbm/sek.

Am Beginn der Oberweser, am Pegel Hann. Münden, können die Niedrigwasserabflüsse noch wesentlich geringer sein: Werte um 30 cbm/sek. sind keine Seltenheit. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers in der Oberweser, in der das natürliche Gefälle aufgrund der geographischen Situation am stärksten ist, hängt vom jeweiligen Wasserstand ab. Bei mittlerem Niedrigwasserstand beträgt die Fließgeschwindigkeit etwa 0,8 m/sek.


Die Mittelweser

Die Mittelweser ist der rund 157 km lange Abschnitt zwischen Minden und Bremen (Tidegrenze). Bis zur Allermündung ( südlich von Bremen) verläuft sie in einer ca. 3 km breiten Talniederung, bevor sie dem eiszeitlichen Aller-Weser-Urstromtal mit seinen breiten Flußmarschen folgt. Geest und Marsch bestimmen das Bild der Landschaft.

Schleusenanlagen und sieben Stauwehre in der Mittelweser sorgen für eine konstante Wassertiefe, die eine ganzjährige Befahrbarkeit mit Binnenschiffen ermöglicht. Das oberirdische Einzugsgebiet der Mittelweser umfaßt ca. 37495 qkm.

Für den Pegel Intschede (südl. von Bremen) beträgt

  • die mittlere Wasserführung rund 320 cbm/sek.
  • die niedrigste Wasserführung rund 120 cbm/sek.
  • die höchste Wasserführung rund 1200 cbm/sek.

Bei mittlerem Niedrigwasserstand beträgt die Fließgeschwindigkeit etwa 0,5 - 0,7 m/sek. - die relativ geringe Fließgeschwindigkeit ist durch die Staustufen in der Mittelweser bedingt. Die "Reisedauer" eines Wasserkörpers von Hann.Münden bis Bremen schwankt je nach Wasserführung zwischen 2,5 bis 6 Tagen, im Mittel etwa 4 Tage.


Die Unterweser

Die Unterweser - von Bremen(Weserwehr) bis Bremerhaven - ist als Seewasserstraße ausgebaut. Ab hier ist die Weser ein Tidefluß, denn die Gezeiten bestimmen die Fließgeschwindigkeit und den Tidenhub, den regelmäßig veränderten Wasserstand durch Ebbe und Flut. Dieser Weserabschnitt gehört mit zu den am stärksten ausgebauten Flüssen der Erde. Schutzdeiche begleiten die Ufer der Unterweser, bis sie in Bremerhaven in die Nordsee mündet.

Die Wassermenge in der Unterweser beträgt bei mittlerem Abfluß und mittlerer Tide beim Bremer Weserwehr etwa 327 cbm/sek. und steigt kontinuierlich bis zu einem Wert von ca. 6600 cbm/sek. bei Bremerhaven.

Die Wassermenge in Ober- und Mittelweser ist erheblich geringer als in der Unterweser. Durch den ständigen Gezeitenwechsel (zweimal am Tag wechseln sich Ebbe und Flut ab) braucht jedoch ein Wasserkörper wesentlich länger, nämlich zwischen 2 und 24 Tage, um die relative kurze Strecke auf der Unterweser bis zur Nordsee zu überwinden.


Die Außenweser

Als Außenweser wird die Weser ab Bremerhaven bezeichnet. Ihre Uferstrukturen gehen fließend in das Wattenmeer über und sind nur bei Niedrigwasser optisch zu erkennen.


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